Die heftigsten Straßen der Welt

Published on 12/19/2017
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In Deutschland sind wir ja in vielen Dingen verwöhnt und brauchen wirklich nicht zu jammern. Gute Beispiele: Sozialversicherungssystem, Lebensmittelpreise, Schulbildung usw. Wer aber schon mal mit dem Mietauto in fernen Landen unterwegs war, (oder in recht nahen sogar), dem wird vorallem eins aufgefallen sein: Nicht überall wird in Sachen Sicherheit so streng draufgeschaut wie im deutschen Straßen- oder Eisenbahnverkehr. (Ja, die Bahn hat auch hier ihre Macken, aber darum geht es an dieser Stelle gar nicht). Das liegt aber nicht immer nur an finanziellen Mitteln, oder kulturellen Prioritäten, sondern manchmal schlicht an der lieben Natur, die den menschlichen PLanern einen oft recht wirren Strich durch die Rechnung macht. Für die einen wären folgende Roadtrip-Szenarios das Abenteuer ihres Lebens, für die anderen der purer Horror. Anzuschauen sind sie sowieso spannend…

Atlantic Ocean Road, Norwegen

Gut schwimmen sollte man schon können, bevor man sich samt fahrbarem Untersatz auf die Atlantic Ocean Road in Norwegen begibt: Zwar verspricht diese Straße atemberaubende Ausblicke, aber es kann schon mal passieren, dass von rechts oder links eine Welle heranrollt und so bricht, dass die Gischt bis zur Windschutzscheibe hochspritzt.

Atlantic Ocean Road Norwegen

Atlantic Ocean Road Norwegen

Caucausus Road, Russland

Mit dem Bulli die Caucausus Road durch Russsland entlang hoppeln, ein Traum, solange man aufmerksam am Steuer sitzt. Es geht nämlich oft ganz schön steil hinunter, und in allerbestem Zustand ist die Straße auch nicht unbedingt.

Caucasus Road Russland

Caucasus Road Russland

Dalton Highway, Alaska

Nur 175 Kilometer dieses 666 Kilometer langen Highways sind mit Asphalt geteert, den Rest der Strecke holpert man über Schotter. Außerdem ist vorauschauendes Planen angesagt, denn es gibt nur drei Ortschaften, drei Tankstellen und einen ärztlichen Notdienst auf der Strecke. Kein Wunder, dass die örtliche Polizei bei Kontrollen vorallem sicherstellt, dass jedes Auto auf der Strecke ein entsprechendes Survival-Kit an Bord hat.

Dalton Highway Alaska

Dalton Highway Alaska

Eshima Ohashi Brücke, Japan

Nein, das ist kein Witz, diese Brücke sieht zwar beinahe aus wie eine Achterbahn, existiert aber tatsächlich. Und die Architektur macht durchaus Sinn: Sogar große Schiffe können die Eshima Ohashi Brücke problemlos unterfahren.

Eshima Ohashi Brücke Japan

Eshima Ohashi Brücke Japan

Eyre Highway, Australien

Was an diesem Highway in Australien gefährlich sein soll? Naja, 1600 Kilometer durch so monotone Landschaft fahren und das immer schnurgeradeaus, das kann ganz schön müde machen. Deswegen ist die Unfallrate auf dem Eyre Highway leider extrem hoch.

Eyre Highway Australien

Eyre Highway Australien

Guoliang Tunnel, China

Der Guoliang Tunnel ist 1,2 Kilometer lang und wurde in den Siebzigern von den Bewohnern des gleichnamigen Dorfs selbst durch eine Gebirskette gegraben, um sich das Leben zu erleichtern. Weil sie dazu nur einfaches Werkzeug benutzten, erklärt es sich von selbst, dass der Tunnel recht schmal ist, um genau zu sein: vier Meter breit. Also aufgepasst, wen es einmal nach Guoliang ziehen sollte.

Guoliang Tunnel. China

Guoliang Tunnel. China

Hana, Hawaii

Was sich aus der Luft betrachtet malerisch durchs Grün schlängelt, ist die enge Bergstraße von Maui. Weil sich der Hang öfters mal bewegt und rutscht, ist die Straße öfters mal blockiert. Logisch.

Hana Hawaii

Hana Hawaii

Karakoram Highway, China

Der höchste Highway, im Durchschnitt gesehen, ist weltweit wohl der Karakoram Highway. Er zieht sich über 1300 Kilometer und stellenweise mehr als 4600 Höhenmeter. Im Sommer wäscht der Monsun regelmäßig die Straße davon, im Winter ist er wegen Lawinengefahr geschlossen. Ansonsten noch wichtig: Nicht höhenkrank werden!

Karakoram Highway Pakistan China

Karakoram Highway Pakistan China

Khardung La, Indien

Laut Guinness Buch ist die Khradung La die höchste Passstraße der Welt. Wegen des Grenzkonflikts Indiens mit Pakistan und China wird die Straße fast ganzjährig vor allem für Militärfahrzeuge geräumt und offengehalten.

Khardung La Indien

Khardung La Indien

Kolima, Russland

Der Spitzname sagt es schon “Straße des Todes”. Der erste Abschnitt dieses Highways wurde von Gefägnisinsassen gebaut. Die Arbeiten begannen 1932, konnten aber erst 1953 beendet werden…

Kolima Russland

Kolima Russland

Le Passage du Gois, Frankreich

Diese Straße verbindet die Insel von Noirmoutier mit dem französischen Festland. Die Aussicht ist spektakulär, allerdings muss man gut organisiert sein, wenn man hier unterwegs sein will. Denn die Straße ist jeden Tag nur wenige Stunden passierbar. Wenn die Gezeiten sie fluten, ist der Asphalt mit vier Meter Wasser bedeckt.

Le Passage Du Gois Frankreich

Le Passage Du Gois Frankreich

Maekong Railway Market, Thailand

Auf den ersten Blick wirkt der Maekong Markt genauso bunt und vollgestopft wie andere Thai-Märkte. Aber Achtung, wenn Sie die Pfeife hören! Denn dann packen die Verkäufer flugs ihre Waren auf die Seite, falten in Sekunden ihre Zelte weg, damit ein Zug mitten durch den Markt sausen kann!

Maeklong Railway Market Thailand

Maeklong Railway Market Thailand

Pamban Railway, Indien

Die Pamban Bridge verbindet die gleichnamige Insel mit dem indischen Festland. 1964 wurde sie durch einen Sturm zerstört. Deswegen gibt es nun ein spezielles Alarmsignal für die Züge, wenn der Wind schneller als 55 Kilometer die Stunde bläst.

Pamban Railyway Bridge Indien

Pamban Railyway Bridge Indien

Salar de Uyuni, Bolivien

Die Straße, die durch den trockenen Salzsee Salar de Uyuni führt, bietet ein einzigartiges Szenario, ist allerdings auch nicht ganz ungefährlich. Erstens führt die ungewöhnliche Landschaft immer wieder dazu, dass sich Reisende darin verirren, zweitens fallen die Tempertauren nachts gern mal auf minus 30 Grad.

Salar De Uyuni Bolivien

Salar De Uyuni Bolivien

Skippers Canyon, Neuseeland

Zahlreiche Schlaglöcher, Abhänge, steile Aufstiege, plötzliche Kurven, Hängebrücken and Nadelöhre machen diese Straße zu einem Abenteuer und zum Alptraum für Mietwagenfirmen. Deswegen bieten sie gar nicht erst eine Versicherung an für diese Route.

Skippers Canyon Neuseeland

Skippers Canyon Neuseeland

The Nose of the Devil Railway, Ecuador

Die Teufelsnase ist ein Berg von 800 Metern. Bis vor kurzem durften Touristen sogar auf dem Dach der gleichnamigen Eisenbahn mitfahren. Dass es inziwschen verboten ist, lässt wenig Raum für Spekulationen.

The Nose Of The Devil Railway Ecuador

The Nose Of The Devil Railway Ecuador

Tianmen Mountain Road, China

Das Wort Serpetine scheint für diese Straße erfunden worden zu sein: In 99 Biegungen schlängelt sich die Tianmen Mountain Road über 11 Kilometer den Berg hinauf. In einigen Abschnitten beträgt die Entfernung zwischen zwei Kurven gerade mal zweihundert Meter. Autofahrer müssen also extrem vorsichtig unterwegs sein.

Tianmen Mountain Road Chna

Tianmen Mountain Road Chna

Train to Clouds, Argentinien

Der Name ist nicht nur Romantik: der Zug zu den Wolken rattert in einigen Abschnitten tatsächlich durch fluffiges Weiß. Außerdem passiert der Zug auf seiner himmlischen Reise von knapp 200 Kilometern 21 Tunnel, 42 Brücken und Viadukte, zwei Spiralen und zwei Zickzack-Abschnitte. Fast wie Achterbahnfahren.

Train To Clouds Argentinien

Train To Clouds Argentinien

Transfăgărășan, Rumänien

Auch diese Straße ist eine Sammlerin der Superlativen: Sie ist Rumäniens längste, gefährlichste Asphaltschlange, mit der besten Aussicht. Die Straße verbindet das Argeș-Tal in der Großen Walachei mit dem Olt-Tal in Siebenbürgen, wobei sie das Făgăraș-Gebirge – eine Gebirgsgruppe in den Transsilvanischen Alpen – überquert. Die Entstehungsgeschichte ist sicher nicht unbeteiligt am Mythos: Beteiligt an der Konstruktion waren Bergleute, Bauarbeiter, Bautechniker, die Mehrheit aber waren Soldaten. Der Bau der Straße forderte zahlreiche Menschenleben. Von offizieller Seite werden 40 Todesopfer beklagt; von Zeitzeugen dagegen werden 400 Tote am Vidraru-Staudamm genannt, andere sprechen von 400 Toten am Bâlea-Tunnel.

Transfăgărășan Romänien

Transfăgărășan Romänien

Yungas Road, Bolivien

Die Yungas Road verbindet die Städte La Paz und Coroico und fällt dabei von 3300 Meter auf 360 über dem Meeresspiegel hinab. Von einigen wilden Biegungen abgesehen, ist die Straße ganz schön eng. Das hindert die Lastwagen trotzdem nicht, sich zu überholen. Weil es hier oft auch sehr neblig ist, kostet der Verkehr hier traurigerweise jedes Jahr ein paar Hundert Menschenleben.

Yungas Road Bolivien

Yungas Road Bolivien

Zoji La, Indien

Zu diesem Bild muss man eigentlich nichts mehr sagen. Abenteuerlicher geht es kaum, als auf der Straße von Ladakh nach Kashmir. Felsig, extrem eng, steil abfallend, Schlaglöcher, und nicht selten will auch noch eine Herde Schafe vorbei…

Zoji La Indien

Zoji La Indien

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